Zu den Verschleißteilen, die bei der Wartung von Schraubenkompressoren ausgetauscht werden müssen, gehören Luftfilter, Ölfilter, Ölabscheider und Schraubenkompressoröl. Wie lässt sich die Qualität dieser Verschleißteile beurteilen?
Das Luftfilterelement ist im Prinzip sichtbar. Seine Funktion hängt hauptsächlich von der Papierdichte und -qualität ab. Es ist mit bloßem Auge erkennbar. Bei minderer Qualität gelangen große Mengen an Verunreinigungen und Staub in den Schraubenkompressor, was leicht zum Verstopfen des Ölabscheiders führen kann. Dadurch steigt der Innendruck zu stark an, das Sicherheitsventil öffnet und Öl verspritzt.
Die Qualität des Ölfilters lässt sich schwer bestimmen. Sie hängt hauptsächlich von der Nutzungsdauer ab. Wenn der Alarm nicht rechtzeitig ausgelöst wird, der Öldruck zu niedrig und die Abgastemperatur zu hoch ist, liegt dies meist an einem verstopften Ölfilter. Ein minderwertiger Ölfilter kann zudem leicht zu Störungen bei der Wartung des Luftkompressors führen.
Der Öl-Gas-Abscheider ist das teuerste der vier Verbrauchsmaterialien. Grund dafür sind die hohen Anschaffungskosten. Importierte Öl-Gas-Abscheider zeichnen sich durch eine vergleichsweise gute Qualität aus. Ihr Druckdifferenzverhältnis und ihr Ölfilter sind sehr gut. Der Austausch importierter Öl-Gas-Abscheider gewährleistet in der Regel, dass es nicht zu einem Ölkernausfall kommt.
Schraubenkompressoröl ist für den Betrieb eines Kompressors unerlässlich. Ohne hochwertiges Öl ist ein Kompressor praktisch funktionsunfähig. Bekanntermaßen stellen Kompressorenhersteller kein eigenes Schraubenkompressoröl her. Schraubenkompressoröl ist im Wesentlichen ein Mineralöl. Es gibt drei gängige Ölsorten: synthetisches Öl mit 8000 Betriebsstunden, teilsynthetisches Öl mit 4000 Betriebsstunden und Mineralöl mit 2000 Betriebsstunden. Die Wahl eines guten synthetischen Öls ist für Kompressoren von größter Bedeutung.


Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2025